Meta nutzt Solarenergie zur Stromversorgung von Rechenzentren
Meta hat eine Vereinbarung mit Overview Energy unterzeichnet, um bis zu 1 Gigawatt weltraumgestützte Solarenergie für seine KI-Rechenzentren zu beziehen. Die Vereinbarung umfasst den Start einer Satellitenkonstellation, die Energie zu Solarfarmen auf der Erde überträgt. Erste Tests im Orbit werden für 2028 erwartet, die kommerzielle Lieferung ist für 2030 geplant.

Meta hat einem als „erstmals seiner Art“ beschriebenen Abkommen zugestimmt, um Solarenergie aus dem Weltraum zur Versorgung seiner KI-Rechenzentren zu nutzen.
Das Unternehmen hat eine Vereinbarung mit dem Startup Overview Energy unterzeichnet, um Zugang zu bis zu 1 Gigawatt Kapazität aus Overviews weltraumgestütztem Solarsystem zu erhalten. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht offengelegt.
Weltraumgestützte Solarenergie für KI-Infrastruktur
Im Rahmen der Vereinbarung planen die Partner, eine Konstellation von 1.000 Satelliten ins All zu bringen. Diese Satelliten sollen Infrarotlicht zu bestehenden Solarparks auf der Erde lenken, wo es in Strom für Rechenzentren weltweit umgewandelt wird.
Overview wurde 2022 gegründet und erklärt, dass sein Satellitensystem es ermöglicht, Energie je nach Bedarf weltweit zu verteilen, ohne dass die Infrastruktur am Boden umfassend umgebaut werden muss.
Das Unternehmen gibt an, die Funktionsfähigkeit seines Systems bereits bewiesen zu haben, indem erfolgreich Energie von einem Flugzeug zum Boden übertragen wurde. Eine erste orbitale Mission zur Demonstration der Wirksamkeit des Systems im Weltraum wird für 2028 erwartet, die erste kommerzielle Lieferung ist für 2030 geplant.
„Weltraum-Solartechnologie stellt einen transformativen Fortschritt dar, indem sie bestehende terrestrische Infrastruktur nutzt, um neue, unterbrechungsfreie Energie aus dem Orbit bereitzustellen“, sagte Nat Sahlstrom, Vizepräsident für Energie und Nachhaltigkeit bei Meta, in einer Mitteilung.
Steigender Energiebedarf durch KI
Da landgestützte Rechenzentren aufgrund ihres hohen Flächen-, Wasser- und Energieverbrauchs zunehmend auf Widerstand stoßen, prüfen KI-Anbieter alternative Methoden, um den wachsenden Energiebedarf zu decken. Tiefsee- und weltraumgestützte Infrastrukturen gewinnen an Bedeutung, zu weiteren aufstrebenden Akteuren zählen unter anderem Amazons Blue Origin und das in Los Angeles ansässige Unternehmen Orbital.
Nach Angaben der Unternehmen macht die Vereinbarung Meta zu einem der ersten großen Konzerne, die sich Rechte an künftigen Kapazitäten für weltraumgestützte Solarenergie gesichert haben, die aus dem Orbit in das Stromnetz eingespeist wird.
„Der Weltraum wird Teil der Energieinfrastruktur Amerikas“, sagte Marc Berte, CEO von Overview. „Gemeinsam mit Meta blicken wir über traditionelle Beschränkungen hinaus, wo und wann Energie geliefert werden kann, um den wachsenden Strombedarf zu decken.“