Sonntags-Special: Wissenschaftler entdecken uralten krakenähnlichen Oktopus
Wissenschaftler haben die Existenz eines 61 Fuß langen uralten Oktopus bestätigt, der die heutigen Riesenkalmare in den Schatten gestellt haben könnte. Der Science Sunday dieser Woche beleuchtet außerdem eine bahnbrechende Gentherapie gegen Taubheit, neue organische Verbindungen auf dem Mars und das erste jemals aufgezeichnete „Earthset“ vom Mond.

Ein furchteinflößendes Seeungeheuer aus der nordischen Legende war der Realität möglicherweise näher als bisher angenommen. Die heutige Science-Sunday-Zusammenfassung beleuchtet einen neu bestätigten, Kraken-ähnlichen Oktopus aus der Kreidezeit sowie bedeutende Durchbrüche in der Gentherapie, der Marsforschung und der Weltraumfotografie.
1. Uralter Kraken-ähnlicher Oktopus war möglicherweise größer als heutige Riesenkalmare
Wissenschaftler haben bestätigt, dass Nanaimoteuthis haggarti, ein Flossen-Oktopus, der vor 86 bis 72 Millionen Jahren die Meere durchstreifte, bis zu 61 Fuß (etwa 18,5 Meter) lang wurde – größer als ein Schulbus und größer als jedes heute bekannte wirbellose Tier.
Das gewaltige Lebewesen lebte während der Kreidezeit und könnte unser Verständnis urzeitlicher mariner Ökosysteme neu prägen. Forscher sagen, die Entdeckung deute darauf hin, dass riesige Wirbellose einst die Nahrungsnetze der Ozeane dominierten und möglicherweise mit großen Meeresreptilien jener Epoche konkurrierten.
2. FDA genehmigt erste Gentherapie zur Wiederherstellung des Hörvermögens
Eine bahnbrechende Gentherapie namens Otarmeni hat die Zulassung der FDA zur Behandlung von Kindern erhalten, die mit Otoferlin-bedingter Taubheit geboren wurden – einer seltenen genetischen Erkrankung, die durch ein einzelnes defektes Gen verursacht wird und verhindert, dass das Innenohr Schallsignale an das Gehirn überträgt.
In klinischen Studien:
- 80 % der behandelten Patienten konnten ohne Implantate hören.
- Etwa 30 % erreichten ein vollständig normales Hörvermögen.
Die Zulassung könnte den Weg zur Behandlung von mehr als 150 bekannten genetischen Ursachen für Hörverlust ebnen.
3. Bisher stärkste chemische Hinweise darauf, dass es auf dem Mars Leben gegeben haben könnte
Der NASA-Rover Curiosity hat in einem Seeablagerungsgestein im Gale-Krater auf dem Mars sieben unterschiedliche organische Verbindungen identifiziert. Fünf dieser Verbindungen wurden zuvor noch nie auf dem Planeten nachgewiesen.
Obwohl die Entdeckung nicht bestätigt, dass es einst Leben auf dem Mars gab, stärkt sie die Annahme, dass der Rote Planet einst die notwendigen chemischen Voraussetzungen für Leben besaß. Wissenschaftler sagen, dass die Rückführung marsianischer Gesteinsproben zur Erde möglicherweise die einzige Möglichkeit ist, diese Frage endgültig zu beantworten.
4. Astronauten nehmen erstmals ein Video eines „Earthset“ auf
Der Artemis-II-Astronaut Reid Wiseman hat das erste jemals aufgezeichnete Video eines „Earthset“ veröffentlicht – eines Phänomens, bei dem die Erde scheinbar hinter dem Horizont des Mondes untergeht.
Die Aufnahmen zeigen die Erde als kleine blau-weiße Kugel, die langsam hinter der grauen Oberfläche des Mondes im Schwarz des Weltraums verschwindet. Das Video wurde mehr als 11 Millionen Mal angesehen und wird als moderne Fortsetzung des ikonischen „Earthrise“-Fotos von Apollo 8 aus dem Jahr 1968 gefeiert.
