Hyundai und DeepX entwickeln gemeinsam KI-Plattform für Robotik
Das Robotics Lab der Hyundai Motor Group ist eine Partnerschaft mit dem südkoreanischen Halbleiterunternehmen DeepX eingegangen, um gemeinsam eine KI-Computing-Plattform der nächsten Generation für die Robotik zu entwickeln. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf KI-Chips mit extrem niedrigem Stromverbrauch und einen einheitlichen physischen KI-Stack zur Unterstützung autonomer, vision-language-gestützter Roboter.
Das Robotics Lab der Hyundai Motor Group arbeitet mit dem südkoreanischen Halbleiterunternehmen DeepX zusammen, um die Infrastruktur für Robotikplattformen der nächsten Generation zu entwickeln.
Laut einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung von DeepX werden die Unternehmen gemeinsam eine KI-Computing-Plattform für fortschrittliche Robotik entwickeln, mit besonderem Fokus auf die Unterstützung von Vision-Language-Action- und Vision-Language-Modellen.
Diese Technologien ermöglichen es Robotern, ihre Umgebung mithilfe von Kameras und natürlichen Sprachbefehlen effektiver wahrzunehmen und mit ihr zu interagieren. Sie gewinnen an Bedeutung, da Unternehmen zunehmend intelligente, autonome Systeme bevorzugen.
Aufbau einer einheitlichen Physical-AI-Plattform
Zur Unterstützung der Entwicklung dieser Modelle werden sich die Partner auf vier zentrale Bereiche konzentrieren:
- Ultraniedrigleistungs-KI-Halbleiterarchitektur
- KI-Computing-Hardwaresysteme für Robotik
- Physical-AI-Software-Stack
- KI-Bibliotheken für Robotikanwendungen
Das Ziel ist laut DeepX die Entwicklung einer „einheitlichen“ Physical-AI-Plattform, die speziell für Roboter konzipiert ist.
„Die KI-Branche verlagert sich rasant von rechenzentrumszentrierten Modellen hin zu einer Ära der Physical AI“, sagte DeepX-CEO Lokwon Kim. „Ultraniedrigleistungs-Computing, das KI in realen Systemen ausführen kann, wird zur zentralen Infrastruktur werden.“
DX-M2-Chip im Zentrum
Die Zusammenarbeit wird sich auf den DX-M2-Chip von DeepX stützen, der für den Betrieb großskaliger generativer KI-Modelle in Robotik- und Industriesystemen ausgelegt ist.
Der Chip verfügt über eine ultraniedrigleistungsfähige, hochperformante KI-Computing-Architektur, die KI-Inferenz direkt auf dem Gerät innerhalb von Robotern ermöglicht. Nach Angaben der Unternehmen könnte diese Fähigkeit die Autonomie und Reaktionszeit von Robotern erheblich verbessern, da die KI-Verarbeitung direkt auf dem Roboter erfolgt und nicht auf externe Rechenzentren angewiesen ist.
DeepX sieht seine Technologie zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Physical AI positioniert. Das Unternehmen erwartet, dass die Halbleiternachfrage bis 2030 auf etwa 123 Milliarden US-Dollar steigen wird, angetrieben durch die wachsende Beliebtheit humanoider und robotischer Systeme.
„Im Zeitalter der Physical AI werden Roboter zum engsten Berührungspunkt zwischen KI-Technologie und Menschen“, sagte Dong Jin Hyun, Leiter des Robotics Lab der Hyundai Motor Group. „Unser Ziel ist es, Roboter zu entwickeln, die natürlich mit Menschen koexistieren können – und um dies zu erreichen, bauen wir strategisch ein Kerntechnologie-Ökosystem in Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern aus verschiedenen Branchen weltweit auf.“