Snowflake erweitert seine technischen und allgemeinen KI-Plattformen
Snowflake erweitert seine Plattformen Snowflake Intelligence und Cortex Code um neue Integrationen, Automatisierungsfunktionen und webbasierte Tools. Die Aktualisierungen richten sich sowohl an nicht-technische Geschäftsanwender als auch an Enterprise-Entwicklungsteams und fördern eine breitere Nutzung bei allgemeinen und technischen Zielgruppen.

Snowflake erweitert seine Angebote Snowflake Intelligence und Cortex Code, um Nutzer bei der Einführung und Entwicklung künstlicher Intelligenz im gesamten Snowflake-Portfolio zu unterstützen. Snowflake Intelligence ist als Werkzeug für allgemeine Business-Anwender positioniert, während sich Cortex Code an Entwickler und technische Teams richtet.
Laut dem Unternehmen erhalten beide Plattformen zusätzliche Funktionen, darunter erweiterte Integrationen mit Drittanbietersoftware, neue Automatisierungsmöglichkeiten sowie vereinfachte, webbasierte Methoden zum Aufbau agentischer KI-Workflows.
Snowflake Intelligence für Business-Anwender
Snowflake Intelligence ist für nicht-technische Mitarbeitende konzipiert und konzentriert sich auf die Ausführung von Aufgaben innerhalb bestehender Geschäftsabläufe. Nutzer können in natürlicher Sprache beschreiben, was sie erreichen möchten, und das Large Language Model (LLM) führt die angeforderten Aktionen aus.
Von Snowflake hervorgehobene Anwendungsfälle umfassen die Erstellung von Präsentationen, die Durchführung mehrstufiger Analysen sowie das Versenden von Follow-up-Nachrichten. Die Plattform kann auf interne und verknüpfte digitale Ressourcen eines Unternehmens zugreifen, darunter sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten sowie externe Quellen, die über verschiedene Protokolle und vorgefertigte Konnektoren angebunden sind.
Nutzeranfragen und die daraus resultierenden Workflows sind durch Zugriffsberechtigungen und organisatorische Governance-Richtlinien eingeschränkt, mit dem Ziel, Datenverluste und Verstöße gegen Compliance-Vorgaben zu verhindern.
Neue Schnittstellen auf Basis des Model Context Protocol (MCP) sind nun verfügbar. Snowflake Intelligence kann mit Systemen wie der Google Business Suite, Jira und Salesforce (einschließlich Slack) interagieren. Eine iOS-App für Snowflake Intelligence befindet sich ebenfalls in Entwicklung und soll „in Kürze“ in die öffentliche Vorschau gehen.
Snowflake zufolge wird die Intelligence-Plattform im Laufe der Zeit personalisierter, indem sie aus dem Nutzerverhalten lernt. Nutzer können Workflows speichern und zur Wiederverwendung teilen. Längere Kontextfenster sollen die Notwendigkeit verringern, wiederholt umfangreiche Prompts eingeben zu müssen, um gewünschte Ergebnisse zu erzielen.
Die Aktualisierungen folgen auf Rückmeldungen aus Project SnowWork, einer Forschungsinitiative, die ins Leben gerufen wurde, um die Plattform zu präsentieren und Nutzerpräferenzen hinsichtlich gewünschter KI-Funktionen zu ermitteln.
Cortex Code für Entwicklungsteams
Cortex Code ist für Enterprise-Softwareentwicklungsteams konzipiert, in denen KI bei Aufgaben auf niedrigerer Entwicklungsebene unterstützen kann. Snowflake beschreibt es als Coding- und Orchestrierungs-„Layer“ mit erweiterten Integrationsoptionen für externe Datenquellen, der nun AWS Glue, Databricks und Postgres unterstützt.
Cortex Code kann sich zudem über MCP und das Agent Communication Protocol (ACP), ein kommerziell getriebenes Protokoll, das etwa zeitgleich mit Anthropic’s MCP entstand, mit anderen Sprachmodellen verbinden.
Eine Visual-Studio-Code-Erweiterung für Cortex Code befindet sich derzeit in einer privaten Vorschauphase, und ein Snowflake-Plugin für Claude Code ist in Entwicklung. Das Agent Software Development Kit (SDK) von Snowflake für Python und TypeScript ist verfügbar und ermöglicht es Teams, Cortex-Code-Funktionen in ihre eigenen Anwendungen einzubetten.
Cloud Agents, ebenfalls in privater Vorschau, sollen in Snowsight, der browserbasierten Oberfläche von Snowflake, erscheinen. Der Plan Mode ermöglicht es Nutzern, Workflows vor der KI-Ausführung in der Vorschau zu prüfen und freizugeben. Das Unternehmen arbeitet außerdem an einer Funktion, mit der Endanwender Details längerer Rechercheprozesse einsehen können, die vom LLM durchgeführt wurden, um dessen Ergebnisse zu verifizieren.
Unternehmensweite Einführung und Governance
Snowflake berichtet, dass mehr als 9.100 Kunden seine KI-Produkte wöchentlich nutzen. Seit ihrer Einführung vor sechs Monaten verwenden mehr als die Hälfte der Snowflake-Kunden Snowflake Intelligence und Cortex Code.
Der duale Ansatz des Unternehmens – sowohl Mainstream-Business-Anwender als auch Softwareentwicklungsteams zu bedienen – erweitert seinen technischen Kernmarkt und fördert gleichzeitig die Nutzung in allgemeinen Geschäftsbereichen. Erweiterte Konnektoren, mobiler Zugriff und browserbasierte Tools sollen die Benutzerfreundlichkeit erhöhen und die Attraktivität für Unternehmen mit etablierten Workflows und Softwareökosystemen steigern.
„Snowflake hilft uns, KI sicher und mit der richtigen Governance in hochregulierten, bürgernahen Dienstleistungen einzusetzen, in denen Leistung, Compliance und Vertrauen entscheidend sind“, sagte Sameer Vuyyuru, Chief AI and Product Officer bei Capita.